Am besten wertest du eine Partie gleich nach dem letzten Zug aus, solange du noch weißt, was du dir gedacht hast. Importiere sie von Chess.com, von Lichess oder als PGN, und Stockfish 18 zeigt, wo die Bewertung abgerutscht ist und was stärker gewesen wäre.
Was eine gute Schachanalyse leisten sollte
Nach der Partie willst du wissen, wo sie gekippt ist und welcher Zug an dieser Stelle besser war. Ein Engine-Brett allein beantwortet das nicht, dort musst du jede Stellung selbst durchklicken. Die Auswertung geht die ganze Partie durch und legt Genauigkeit, Patzer, Eröffnung und Bewertungsgraph auf eine Seite.
Zu jedem schwachen Zug zeigt die Auswertung den Zug, der stattdessen stark gewesen wäre.
Was du in der Auswertung bekommst
- Genauigkeit in Prozent – für jede Seite, berechnet nach der Lichess-Formel über die Gewinnwahrscheinlichkeit.
- Zugbewertungen – an ihnen siehst du, welche Züge du dir zuerst vornehmen solltest.
- Bester Zug in jeder Stellung – die stärkste Fortsetzung mit der Bewertung davor und danach.
- Bewertungsgraph – er zeigt, in welchem Zug die Partie gekippt ist.
Die kostenlose Schachanalyse zeigt diese Werte für jede importierte Partie an, ohne dass du dich anmelden musst.
Auswertung im Vergleich
Ein kostenloses Chess.com-Konto bekommt eine vollständige Game Review pro Tag. Auf chess.rodeo gibt es kein Tageslimit. Die Coach-Auswertung, die die Schlüsselmomente in Worten beschreibt, gibt es einmal im Monat kostenlos und mit Pro unbegrenzt.
So wertest du eine Partie aus
- Partie importieren – per Benutzername von Chess.com oder Lichess oder als PGN-Datei.
- Auswertung starten – öffne die Partie und warte, bis Stockfish 18 alle Stellungen durchgerechnet hat.
- Wendepunkte durchgehen – fang mit den teuersten Fehlern an: Sieh dir jeweils den besten Zug an und überleg, warum du ihn nicht gefunden hast. Danach sind Eröffnung und Verwertung dran. Ist ein Vorteil erst entstanden und dann zerronnen, such die Züge, bei denen die Bewertung jedes Mal ein Stück gefallen ist.
Stellungen, die schon in der Bewertungsdatenbank liegen, kommen bereits bewertet an; bekannte Eröffnungen sind deshalb schnell durch. Wer lieber selbst am Brett probiert, nimmt den Brett-Editor.
Wann sich die Auswertung lohnt
- Nach einem Blitzabend – du wertest alle Partien hintereinander aus. Ein Fehler, der in mehreren Partien wiederkehrt, zeigt dir, was du trainieren solltest.
- Wenn das Tageslimit woanders aufgebraucht ist – hier wertest du weiter aus.
- Wenn Nachspielen nicht reicht – Genauigkeit, Zugbewertungen und Graph zeigen, wo es sich lohnt, genauer hinzusehen.
Verwandte Tools
- Partieanalyse – eine Partie Zug für Zug, mit dem besten Zug in jeder Stellung.
- PGN-Analyse – wenn die Partie schon als PGN vorliegt.
- Genauigkeitsrechner – wie die Genauigkeit berechnet wird und welcher Wert auf deinem Niveau normal ist.